Heterotope Ossifikation Ursache für Hüftschmerzen?

Patienten berichten, dass sie teilweise nach 15 und mehr Jahren nach ihrer Hüft-TEP zunehmende Schmerzen im Bereich der operierten Hüfte bekamen. Gefragt wurde, ob  Ursache eine sogenannte heterotope Ossifikation sein kann. Hierbei handelt es sich um Verkalkungen,  die sich im Bereich der operierten Hüfte bilden.

Nach Ansicht verschiedener Ärzte können verkalkungen zwar entstehen, der Umstand, dass die Schmerzen nach mehr als 15 Jahren problmeloser Nutzung der neuen Hüfte entsatnden sind, deute eher auf eine Lockerung der Prothese hin. Erste Untersuchungen müßten deshalb eine solche ausschließen. In Verbindung mit den klinischen Symptomen und den Röntgenbildern könne auch eine sogenannte Szintigrafie Aufklärung über eine Lockerung der Prothese geben. Eine Szintigrafie ist eine Art Wärmekamera, die anzeigen kann, ob in einer bestimmten Körperregion ein erhöhter Stoffwechsel stattfindet, was in der Regel bei Lockerungsprozessen der Fall ist.

Leidet der Patient unter einer periartikulären Verkalkung (heterotopen Ossifikation), befinden sich Verkalkungsherde im Bereich des Weichgewebes der Muskulatur. Diese treten in der Regel einige Wochen bis Monate nach der Operation auf. Es handelt sich dabei um Knochenneubildungen in der Nähe des operierten Hüftgelenkes, die zu ähnlichen Beschwerden und Schmerzen wie vor der OP führen.

Behandelt werden kann eine heterotope Ossifikation durch die Gabe eines Antirheumatikums wie Indometacin, Diclifenac oder Ibuprofen. Dabei ist wie immer bei der Einnahme von Medikamenten auf mögliche Nebenwirkungen zu achten.

Alternativ besteht die Möglichkeit mit Hilfe einer einmaligen Hüftgelenksbestrahlung zu behandeln. Dabei hat sich die Dosis von 7 Gy bewährt. Die Bestrahlung kann zum einen prophylaktisch eingesetzt werden, sie kann zum anderen aber auch dann zum Einsatz kommen, wenn bereits Verkalkungen aufgetreten sind.

Quellen:
http://www.portwiki.de/Gutartige:_heterotope_Ossifikation
http://www.dr-gumpert.de/html/komplikation.html

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