Schlagwort: Operation

Allgemeine Informationen vor einer Hüft-TEP Operation

Wenn die Hüfte immer mehr schmerzt, die Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt ist und das Laufen nur noch mit Mühe möglich ist, raten Ärzte in der Regel zu einer Hüft TEP Operation. Bei dieser wird die schadhafte und Schmerzen verursachende Hüfte ersetzt durch eine künstliche Hüfte aus Keramik, Metall, Porzellan  oder eine Kombination der genannten. Eine genaue Beschreibung und weitergehende Informationen erhalten Sie, wenn Sie hier klicken.

Re-Operation wegen schadhafter Hüftprothese?

Eines von mehreren Kriterien bei der Prüfung, ob eine Re-Operation bei fehlerhaften Hüftprothesenmodellen angezeigt ist oder nicht, sind die Chrom- Kobalt- und Titanwerte im Blut. Verunsicherung entsteht durch die Diskussion um Grenzwerte und ihre Festlegung. Ebenso gibt es offensichtlich keine allgemein anerkannte Analysemethode der eingereichten Blutproben. So können sich die Ergebnisse der Blutuntersuchungen je nach Labor erheblich unterscheiden.

Berichtet wird von Patienten, die ihre Blutproben bei unterschiedlichen Labors zur Untersuchung eingereicht haben, deren Ergebnisse erheblich divergierten. Neben Fehlern bei der Untersuchung der eingereichten Blutproben oder unterschiedlichen Analysepraktiken kommen jedoch auch medizinische Ursachen in Frage, die abgeklärt werden können. So könnte eine Nierenerkrankung für stark unterschiedliche oder schwankende Werte ursächlich sein. Nach genauer Prüfung der Röntgenbilder auf Lockerung oder einer Fehlstellung der Hüftprothese, die erhöhte Metallabriebwerte verursachen können, kann per Ultraschall eine mögliche Gewebeschädigung durch Metallpartikel festgestellt werden (Osteolysen, Cysten, Gelenkerguß, Pseudotumore = ARMD = Adverse Reactions to Metal Debris). Sind diese Befunde vorhanden kann dann ein MARS (Metallartefakt Reduzierende Sequenzen)  MRT zur weiteren Entscheidungsfindung für oder gegen  eine Re-Operation herangezogen werden.

Metal on Metal (MoM) Hip Replacement: New Information

New information is available on hip replacement operations in the United States. According to the FDA, recalls and warnings related to metal on metal hip replacements have been occurring since 2008 when Zimmer, manufacturer of a one-piece metal socket device that featured a plasma coating, issued notice that they were suspending sales of their “Durom Cup” component. (Source: Digital Journal)

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Komplikationen bei Hüft-TEPs durch Keime

Das NDR Magazin “Visite” berichtete in seiner Sendung vom 26.2.2013 über eine der häufigsten Ursachen für Komplikationen nach einer Hüft-TEP Operation: Keime!

Die Operateure und Krankenhäuser bemühen sich zwar intensiv,  das Operationsumfeld steril zu halten – doch ist eine Verunreinigung durch den Menschen nicht auszuschließen.  So können winzige infizierte Hautschuppen des Patienten selbst, Keime in der Atemluft oder im OP-Bereich  eine Infektion auslösen. Auch die immer wieder in den Medien genannten Krankenhauskeime können schwerwiegende Probleme verursachen.

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Interview mit Prof. Thorsten Gehrke

Welchem Prothesenmodell kann man noch trauen?

Eine interessante Empfehlung erreicht uns von Dr. Semlitsch, der während seiner Berufszeit mit der Entwicklung von Hüftprothesen befassst war:

“… empfehlen Sie für Revisionsoperationen von Hüftpatienten die seit 30 Jahren millionenfach bewährte ZWEYMUELLER ALLOCLASSIC SL/VARIALL mit Titanschraubpfanne mit Aluminiumoxidkeramik Einsatz und dazu passender Keramikkugel auf dem zementlos zu verankernden Titanlegierungsschaft. Erfolgsrate nach 20-jähriger Implantation 95+ %.”

Da wir immer wieder von verunsicherten Patienten, bei denen eine Hüftoperation oder eine Revisions-Operation ansteht, angesprochen werden, welcher Hüftprothese man denn nun noch vertrauen könne, möchten wir die Empfehlung von Dr. Semlitsch als Anregung weitergeben. Der Empfehlung von Dr. Semlitsch darf selbstverständlich nicht unkritisch gefolgt werden. Jeder einzelne muss zusammen mit seinem Arzt/seinen Ärzten die für ihn optimale Lösung finden.

Informieren Sie sich jedoch immer gezielt bei Ihrem Operateur über das bei Ihnen zu implantierende Prothesenmodell. Sammeln Sie möglichst viele Informationen darüber. Holen Sie verschiedene Meinungen ein. Recherchieren Sie in der Fachliteratur und im Internet. Und hinterfragen Sie den Vorschlag Ihres Operateurs wohlwollend kritisch. Erkundigen Sie sich stets danach, wie lange die vorgeschlagene Prothese schon auf dem Markt ist und wie viele Exemplare implantiert wurden. Fragen Sie weiter nach der Fehlerquote des Modells und wie lange es im Durchschnitt im Körper verbleiben konnte bzw. nach welchem Zeitraum  eine Re-Operation im Durchschnitt  erforderlich wurde.