Beitrag des hr Fernsehens – Metall im Blut – Wenn Hüftprothesen krank machen

Das Einsetzen künstlicher Hüftgelenke ist seit Jahren eines der lukrativsten Geschäfte für deutsche Kliniken: 210.000 Ersatz-Prothesen wurden hierzulande allein in 2010 verbaut. Ein Standard-Eingriff, für den Krankenkassen rund 8.000 Euro bezahlen müssen. Das System ist dabei vorrangig auf Umsatz gepolt.
Qualitätssicherheit spielt nur eine untergeordnete Rolle. Das zeigt sich in diesen Tagen einmal mehr. Immer mehr Mediziner geben zu: Hüft-Prothesen, die großflächige Metall-auf-Metall-Lager aufweisen, sind in Verruf gekommen. Starker Metallabrieb soll Knochen und Gewebe schädigen. Die Folgen: Schmerzen, Allergien, Knochenmaterie stirbt ab, die Prothese lockert sich und muss vorzeitig gewechselt werden. Ironie des Schicksals: An der Austausch-OP verdienen die Kliniken erneut. Dabei war gerade der Prothesentyp aus Metall auf lange Haltbarkeit konstruiert.
PLANETOPIA hat Betroffene getroffen, die Opfer des Prothesen-Wahnsinns geworden sind und zeigt, worauf jeder Patient im Vorfeld einer Gelenk-OP achten sollte und wie Ärzte dem Verschleiß entgegnen wollen

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