Kategorie: Allgemeine Fragen

Hinweise für DePuy Patienten

Liebe Patientinnen und Patienten,

die Selbsthilfegruppe Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen e.V. wurde als Interessengemeinschaft der für die von Hüft-TEP Operationen mit der Durom Großkopfprothese der Firma Zimmer Betroffenen in Freiburg gegründet.

Gerne untertsützt der Verein auch Patienten, die von ASR Hüftprothesen von De Puy betroffen sind. In letzter Zeit sind jedoch die sehr individuellen und persönlichen Einzelanfragen von DePuy Patienten so stark angestiegen, dass die ehrenamtlichen Kräfte dies nicht mehr leisten können. Einzelanfragen von Patienten können deshalb künftig im Rahmen der Informationslage nur noch individuell beantwortet werden, wenn der Betroffene auch Mitglied im Verein ist.

Für DePuy Patienten, die nicht Mitglied im Verein sind (Beitrittsformular) werden wir die Anfragen sammeln und in allgemeiner Form auf unserer Homepage beantworten. Hierfür haben wir einen speziellen Bereich eingerichtet, in dem Hinweise zu den in letzter Zeit häufig gestellten Fragen zu finden ist. Neu zum Beispiel zu erhöhten Metallwerten im Blut. Sinnvoll ist auch der direkte Austausch der Betroffenen untereinander. Nutzen Sie dazu die Möglichkeiten “Hinterlasse deine Nachricht” am Ende der jeweiligen Artikel. Hiermit können Patienten sich direkt austauschen. Der Vorstand des Vereins wird diese Diskussionen zu gegebener Zeit aufgreifen und notwendige Informationen einstellen.

Mit herzlichen Grüßen

Hanspeter Hauke

Vorsitzender Selbsthilfegruppe Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese e.V.

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Was ist Szintigrafie?

Die Szintigrafie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, die Aufschluss über den Aktivitätszustand verschiedener Gewebe gibt. Mithilfe radioaktiv markierter Stoffe (Radionukliden) werden Organe sowie deren Funktions- und Durchblutungsverhältnisse in einem Bild sichtbar gemacht. Welche Stoffe verwendet werden, hängt von dem zu untersuchenden Gewebe ab: Jodverbindungen reichern sich beispielsweise besonders gut in der Schilddrüse an, für Knochenuntersuchungen eignen sich dagegen Phosphonate besser.

Quelle: http://www.netdoktor.de/Diagnostik+Behandlungen/Untersuchungen/Szintigrafie-1477.html

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Praxisbericht zu zementfreier Hüfttotalendoprothese

Grundlegende Informationen und Erklärungen zum Thema “Hüfttotalendoprothese” bietet der folgende Artikel. Er richtet sich an alle, die von Hüftschmerzen betroffen sind und sich überlegen, ob sie sich operieren lassen sollen oder wollen. Die Entscheidung für oder gegen eine Operation sollte sich immer am  Einzelfall und der persönlichen Befindlichkeit orientieren. Je mehr sachliche Informationen jedoch in die Entscheidungsfindung einfließen, um so fundierter die Entscheidung. Verständliche Sachinformationen können darüberhinaus Ängste und Befürchtungen abbauen und so dazu beitragen, dass die Betroffenen eine Entscheidung mit Optimismus und Zuversicht treffen können.

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Der neue Trend – immer mehr Prothesen!

Die Barmer GEK hat festgestellt, dass immer mehr Hüft- und Knieprothesen implantiert werden. Es wird befürchtet, dass die Zunahme seit 2003  der Hüftprothesenimplantate um 9% und der Knieprothesen um 42 % eher eine Modeerscheinung als medizinische Notwendigkeit ist. Der Vorsitzende der Jungen Union Phillip Mißfelder meinte bereits 2003, dass er nichts davon halte, wenn “85 jährige noch eine künstliche Hüfte auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen”. “Früher sind die Leute auch mit Krücken gelaufen.”

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Metallabrieb unproblematisch?

Träger von künstlichen Hüftgelenken aus Metall müssen wahrscheinlich nicht mit toxischen Wirkungen durch den sogenannten Metallabrieb rechnen: In der sechsmonatigen Einlaufphase des Gelenks nach der Implantation steigt der Gehalt von Chrom- und Kobalt-Ionen nur in sehr geringem Umfang an. Danach verändert er sich kaum noch, heißt es im Informationsdienst Wissenschaft – idw – des Universitätsklinikums Heidelberg

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Mafiöse Strukturen zum Nachteil der Patienten?

 Bei der Markteinführung neuer oder weiterentwickelter Medizinprodukte steht der Patient einer gut organisierten Interessengemeinschaft aus Herstellern, Krankenhäusern, Ärzten, Gutachtern und Labors gegenüber. Gegen diese Phalanx haben Betroffene kaum eine Chance. Wie die “Zusammenarbeit” gegen die Interessen der Patienten funktioniert beschreibt Hanspeter Hauke in seinem Kommentar zu den bisherigen Erfahrungen beim “Freiburger Hüftprothesenskandal”.

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Persönliche Operationsgedanken

Mein neues Hüftgelenk – oder eine Zwiesprache

Im Herbst erhielt ich ein Geschenk.
Es war ein neues Hüftgelenk.
Das alte hat mich sehr geplagt,
es war ganz neu, doch wie man sagt,
von Anfang an schon sehr defekt.
Man hat das erst sehr spät entdeckt.
So kam, vom Auto kennt man’s schon,
die große Rückruf-Aktion.

Und wieder ging‘s ins Krankenhaus.
Muss das Gelenk nun wieder raus?
Bekomme ich ne andre TEP?
Bin ich nun wiederum der Depp?

Weil ich seit Jahren Schmerz erlitten,
hat man mich wieder aufgeschnitten,
hat reingeschaut und hat gesehn,
da drinnen ist es wenig schön.

Entzündet war das ganze Fleisch
und auch der Knochen war schon weich.
Von innen wurde ich entkernt,
die Hüftprothese schnell entfernt
und ausgetauscht durch ein Modell,
das besser sei. Eventuell.
Ruck zuck, den Schenkel zugenäht
und ab ins Krankenzimmer-Bett.

Mir gegenüber an der Wand,
gleich rechts von meinem Kleiderschrank,
war einer, dem es schlechter ging.
Es war der Christus, der da hing.

Voll Mitgefühl sah ich ihn an,
sprach zu ihm: „Bruder, welch ein Wahn,
dich haben sie gleich aufgehängt,
bei mir war‘s nur das Hüftgelenk.

Viel Schmerzen hab auch ich ertragen,
fast so wie du, ganz ohne Klagen.
Jetzt sind wir hier in einem Zimmer,
ich nur ganz kurz, doch du für immer?

Zehn Tage will ich mit dir leiden,
dann bin ich weg. Und du musst bleiben.
Für ewig in das Krankenhaus
bist du verbannt, ich kann hier raus.“

Da sah er mich sehr traurig an
und sprach: „so hänge ich Jahrtausend lang,
der Welt zu zeigen meine Schmerzen.
Gewiss, sie kommen aus dem Herzen.

Was aber niemand hat verstanden:
Ich bin doch damals auferstanden!
Erlöst von Schmerz und strahlend schön.
So sollten mich die Menschen sehn.

Kannst du, wenn du mal draußen bist,
verändern diesen ganzen Mist,
der über mich verbreitet wird,
ein Leben lang, bis jeder stirbt?“

„Ach Bruder, du verlangst sehr viel,
dies ist ein abgekartet Spiel
von Kirchenvätern ausgedacht.
Denn diesen geht es um die Macht.
Die Angst, die diese stets verbreiten,
lässt uns als Lämmer leichter leiten.

Und lügen tun sie wie noch nie.
Das soll ich ändern? Sag mir wie?“
Da sprach er: „Bruder, hör mich an,
auch ich war nur ein einz’ger Mann.

Und dennoch hab ich viel bewegt,
den Samen überall gelegt.
Was ich dir damit sagen will,
allein durch Tun erreichst du viel.

Mehr will ich nicht von dir verlangen.
Habe ja selbst so angefangen.“
Gewiss, mein Bruder, ich will‘s wagen.
Werd sicher nicht ans Kreuz geschlagen
so wie du. Für dich war’s wichtig.

Ich bin da lieber vorsichtig.“
“So geh in Frieden, sei es drum.
Ich hänge hier noch etwas rum
als ein Symbol für Gottes Sohn.
Siehst du, das hab ich jetzt davon.“

So kam ich durch mein Hüftgelenk
Zu einem seltenen Geschenk.
Hab mich mit Gottes Sohn getroffen,
hab jeden Tag mit ihm gesprochen.

Wir haben heftig diskutiert,
wir waren lustig und berührt
und haben beide festgestellt,
wir zwei sind nicht von dieser Welt.

Sitiananda 2/2010

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Heimtückischer Metallabrieb

Die Entscheidung für oder gegen eine Revisionsoperation bei implantierter Durom-Metasul-LDH-Großkopfprothese ist sehr schwierig. Denn es gibt Fälle, bei denen es keinerlei Hinweise auf gesundheiltiche Probleme gibt:

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Thema: Zentrale Endoprothesenregister

Zur Diskussion:

Deutschland braucht endlich ein nationales Endoprothesenregister…..mehr

Deutsches Institut für Medizinische Information und Dokumentation… mehr

In Deutschland werden jährlich Hunderttausende Herzschrittmacher, künstliche Gelenke und andere Medizinprodukte implantiert….mehr

Aktuelle Informationen: Forum Deutsches Endoprothesenregister

Bereits bestehende Zentrale Endoprothesenregister weltweit:

Europa: European Arthroplasty Register

Schweden: the Swedish Hip Arthroplasty Register

Das Ziel des zentralen Endoprthesenregisters in Schweden ist die Dokumentation der Heilungsprozesse nach eine Hüft-TEP Operation. Durch die Daten sollen Operationsrisiken identifiziert werden in Bezug auf Patienten, OP-Techniken und verwendeten Prothesenmodellen. Die Erkenntnisse geben wichtige Hinweise auf Probleme und sind Grundlage für die kontinuierliche verbesserung der Prothesen und OP-Techniken.  

Großbritannien: the National Joint Registry (NJR)

The National Joint Registry (NJR) wurde eingerichtet  vom Department of Health and Welsh Assembly Government, um Informationen und Daten über alle Hüft-, Knie- und Knöchel Prothesen Operationen zu sammeln. Ziel ist es, auf grund der zentral erfassten Daten die Zuverlässigkeit der verwendeten Prothesen festzustellen und Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen.

Neuseeland: National Joint Register

The National Joint Register wurde von der New Zealand Orthopeadic Association eingerichtet, um Daten über Hüft- und Knie-Endoprothesen-Operationen zu sammeln und auszuwerten.

Australien: The National Joint Replacement Registry

 

Ziel des Registry ist es, Qualitätsstandards bei Hüft- und Knieoperationen festzulegen, Operationstechniken zu verbessern und zu gewährleisten indem Daten über erfolgte Operatoinen gesammelt, bewertet und analysiert werden. The principal measure of outcome is revision surgery. Grundlage sind dabei die individuellen patientendaten, die verwendeten Porthesenmodelle und die Operationtechniken der Chirurgen und Orthopäden.

USA: American Joint Replacement Registry Project

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Entscheidungshilfe vor einer Hüft-Operation

Wer unter Hüftschmerzen leidet, braucht viele Informationen, um über das weitere Vorgehen entscheiden zu können. Hier finden Sie Hinweise und Anregungen.

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