Kategorie: Events

Protokoll der Mitgliederversammlung am15.03.2016

Mitgliederversammlung der SHG Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen e.V.

am:                 15. März 2016
Beginn:           18.00 Uhr
Ende:              19.30 Uhr
Ort:                 Schützenallee 12 Nebenzimmer „Schützen“
Leitung:          Hanspeter Hauke
Schriftführer: Till Abele

Anwesend vom Vorstand: Hanspeter Hauke, Manfred Mamber, Dieter Mayer,  Till Abele, Adrienne van Driem
Entschuldigt: Thomas Berthold, Hartmut Tiemann

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Schwermetalle – das heimliche Gift

Kurzbericht: SHG-Durom-Metasul-LDH-Patiententreffen zum Thema: „Schwermetalle – das heimliche Gift im Körper“

Der Vorsitzende Hanspeter Hauke begrüßt die etwa 100 Anwesenden und führt kurz in das Thema ein. Er berichtet über die vom Vorstand durchgeführte Befragung der Betroffenen zu Symptomen und Krankheitsbildern und stellt Manfred Mamber und Till Abele als die Federführenden für die Umfrage vor. Er bittet alle, die den Fragebogen noch nicht ausgefüllt zurück geschickt haben, diesen auszufüllen und an den Vorstand zu senden. Erhofft werden davon Hinweise auf typische Symptome, unter denen viele Betroffene leiden. Je mehr Fragebögen ausgewertet werden können umso nachdrücklicher können typische, durch den Metallionenabrieb verursachte Beschwerden dargestellt werden. Anschließend stellt Till Abele mit einer PowerPoint Präsentation erste Zwischenergebnisse der Umfrage vor.

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Klage gegen Zimmer und DePuy in den USA und Großbritannien: Chancen und Risiken einer Klage

Beim letzten Patiententreffen stand das Thema im Mittelpunkt:
 Klage gegen Zimmer und DePuy in den USA und Großbritannien:
Chancen und Risiken einer Klage. Aus den USA angereist war Rechtsanwalt Christian Thier, Attorney at Law (NY), Registered European Lawyer (UK), Kanzlei Urban Thier Federer & Chinnery, München – New York – Houston – Orlando – Palm Beach – London
Vor allem Patienten, die bisher noch keine Klage eingereicht haben, konnten sich persönlich über Chancen und Möglichkeiten einer Klage in den USA informieren. Rechtsanwalt Christian Thier erläuterte ausführlich das Vorgehen und die Struktur eines Erfolgshonorars in den USA/GB/Schweiz. Im Anschluss an seine Ausführungen stand er für weitergehende Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Die in der Veranstaltung ausgeteilte „Client Intake Form“ kann ausgefüllt per Mail  oder Post an den Vorsitzenden der SHG geschickt werden:
 
Hanspeter Hauke
Hauke@durom-hueftprobleme.de
Bachstraße 10, 79312 Emmendingen
 
Autor: Hanspeter Hauke

Metallbelastung nach Hüftgelenkersatz: Protokoll vom Patiententreffen vom 28.10.2014

Herr Hauke berichtet über aktuelle Entwicklungen. Der 2. Teil des Gutachtens von Dr.  Kretzer liegt nun vor. Nach ersten Einschätzungen lässt  sich auch aus diesem die Fehlerhaftigkeit des Prothesendesigns herauslesen. Die Anwaltskanzlei der Firma Zimmer argumentiert neuerdings damit, dass mögliche Probleme zum Zeitpunkt der Markteinführung des Modells nach dem damaligen Stand der Wissenschaft und Technik weder erkennbar noch vorhersehbar gewesen waren. Herr Hauke weist darauf hin, dass die Klärung der offenen Fragen sowie die gerichtlichen Auseinandersetzungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Er bittet alle Betroffenen um Geduld, Optimismus und gute Nerven.

Herr Hauke berichtet über verschiedene Telefonate mit einer amerikanischen Rechtsanwaltskanzlei mit Vertretungen in Deutschland, England und der Schweiz. Diese ist bereit, für betroffene Patienten vor einem amerikanischen Gericht gegen Zimmer Klage einzureichen. Sollte die Klage positiv beschieden werden, erhält die Kanzlei einen entsprechenden Prozentsatz des erstrittenen Betrages, der in den USA (ebenso wie in England und der Schweiz) wesentlich höher sein dürfte als in Deutschland. Fällt das Urteil negativ aus, entstehen den klagenden Patienten keine Kosten. Das finanzielle Risiko trägt allein die Anwaltskanzlei. Herr Hauke bittet, sich bei Interesse in die vorbereitete Liste einzutragen oder sich per e-Mail bei ihm zu melden (Hauke@durom-hueftprobleme.de).
Der Newsletter des Vereins wird inzwischen von über 650 Interessierten abonniert.

Die retrograde Gelenksbiopsie: ein neues Verfahren zur Feststellung der biologischen Metallbelastung nach Hüftgelenksersatz
Privatdozent Dr. med. Dr. phil. Thomas Hügle, Leiter Forschung Orthopädie, Abteilungen Rheumatologie und Orthopädie, Universitätsspital Basel 

 Allgemeine Ursachen für Gelenksentzündung:

  • Arthrose
  • Verschiedene Arten von Rheuma
  • Gicht / Kristalle
  • Bakterien
  • Wucherungen / Tumore
  • Ablagerungen: z.B. Eisen, Amyloid (Eiweise)
  • Prothesen

Ursachen für Gelenksentzündung bei Prothesen

  • Allergie auf Metall oder Zement
  • Abrieb / Partikel (Polyethylen, Metall, Kristalle)
  • Infektion
  • Unspezifisch

Synovitis (Gelenkshautentzündung) durch Metallabrieb: Metallpartikel werden von den Fresszellen (Makrophagen) „eingekapselt“ oder bildlich gesprochen: geschluckt. Leider kann die Fresszelle die Metallpartikel nicht zerstören/auflösen. Sie bleiben somit von der Fresszelle ummantelt bestehen. Ist ein Metallpartikel zu groß für eine einzelne Fresszelle, vereinen sich mehrere und ummanteln den Metallabrieb als Ganzes.

Außerdem senden die Fresszellen sogenannte Botenstoffe aus, die weitere „Unterstützungssysteme“ des Körpers gegen den Metallabrieb aktivieren.

Der Vernichtungskampf des Körpers gegen den Metallabrieb wirkt sich leider auch aggressiv gegen das Knochen- und Gewebematerial aus. Die Folge sind Entzündungen (z.B. Knochenhautentzündung), Osteolysen (Knochenfraß, Pseudotumor), negrotisches (abgestorbenes) Gewebe und anderes.

Der Nachweis einer Entzündungsreaktion auf Grund von Metallabrieb einer Prothese ist mit herkömmlichen Standardmethoden nicht immer zuverlässig durchführbar. Der Nachweis der Synovitis (Knochenhautentzündung) sollte deshalb durch eine Synovialbiopsie erfolgen.

Am Universitätsspital in Basel wird als bisher einzigem Krankenhaus eine Synovialbiopsie mit dem von Dr. Hügle entwickelten und patentierten Gerät ambulant durchgeführt. Das Klinikum Bonn wird im kommenden Frühjahr folgen.  Bei weiteren Fragen: Thomas.Huegle@usb.ch

Autor: Hanspeter Hauke

Implantatschäden – eine große Herausforderung: Protokoll Patiententreffen am 05.11.2013

Patiententreffen zum Themenschwerpunkt: Implantatschäden – eine große Herausforderung

In seiner Begrüßung ging der Vorsitzende Hanspeter Hauke auf die angeblichen Verbesserungen durch die neue EU-Richtlinie zur Zulassung von Medizinprodukten für den Patientenschutz ein. Scharf kritisierte er, dass nach wie vor keine Qualitätsprüfung der Produkte erfolge. „Das ist so als ob der TÜV bei meinem Auto prüft, ob meine Bremsen den EU-Konformitätsbestimmungen entsprechen, aber nicht, ob sie auch tatsächlich funktionieren“, so Hauke.

Jürgen Malzahn vom AOK-Bundesverband in Berlin, ging  im Hauptvortrag des Abends auf drei Aspekte des verbesserten Patientenschutzes durch die Kassen ein:

a)      Patientenrechtegesetz
b)      Aktuelle Rechtsprobleme im Zusammenhang mit Medizinprodukten
c)      Zusammenarbeit Patienten – Krankenkassen

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